Mit der Verringerung der Ressourcen an fossilen Brennstoffen wie Erdöl, Erdgas und Kohle gewinnen die Erneuerbaren Energien immer mehr an Bedeutung. Der Energiebedarf steigt jährlich an und wird sich nach einer Prognose bis 2050 verdoppeln. Um den momentanen weltweiten Jahres-Energiebedarf zu decken, reichen 0,01% der Sonnenenergie aus. Photovoltaik stellt somit einen entscheidenden Faktor für künftige Energieversorgung dar. Vor Kurzem konnte durch die BürgerEnergiegenossenschaft Balingen eine weitere, die nunmehr 3. Photovoltaikanlage installiert werden.
Es handelt sich hierbei um eine Anlage mit einer Leistung von 19,32 kWp, welche auf dem Dach eines im letzten Jahr erstellten Bürogebäudes in Balingen-Engstlatt installiert wurde.
Wie bei den beiden ersten Anlagen der Genossenschaft (Trocknungshalle der Kläranlage Balingen, Umspannstation Talstraße) wurde auch hier die Dachfläche angemietet, sodass nunmehr rd. 152 m2 Modulfläche installiert werden konnten.
Die BürgerEnergiegenossenschaft verfügt somit bereits über insgesamt drei Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 57 kWp, welche eine Jahresleistung von rd. 54.000 kWh erwarten lassen. Die auf dem Bild dargestellte jüngste Anlage wurde auf dem Dach des neuen Bürogebäudes der Dr.-Ing. W. Götzelmann + Partner GmbH errichtet. Der Einsatz von Photovoltaik-Technologie ist sehr umweltfreundlich. Nach der Montage verursachen die Module keinerlei Schadstoffe mehr. Zudem haben Photovoltaik-Projekte eine relativ geringe Amortisierungszeit aufzuweisen.
Für das Ingenieurbüro ist die Anlage im Verband mit der Gebäudetechnik eine positive Referenz. Es kann der Praxisbeweis erbracht werden, dass ein ideal konzipiertes Bürogebäude ohne Fremdenergie auskommt. Der hocheffizient gedämmte Neubau wird mit einer Luftwärmepumpe beheizt, welche durch einen Erdwärmetauscher unterstützt wird. Der Heizungs- und Lüftungsstrombedarf des gesamten Büros liegt bei ca. 11.000 kWh/a. Für den Bürobetrieb (PC’s, Beleuchtung, Plotter usw.) werden ca. 7.000 bis 8.000 kWh/a notwendig sein, was letztendlich der erzeugten Solarleistung entspricht.
Es ist vorgesehen, dass in den kommenden Monaten weitere zwei Anlagen durch die BürgerEnergiegenossenschaft Balingen erstellt werden und daher ein guter Grundstock für die im Jahre 2011 geplante Umsetzung der Wasserkraftanlage in der Stadtmühle erwirtschaftet werden kann.