Veranstaltungen

Hans-Jürgen Burkard
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24.07.2022

Hans-Jürgen Burkard: die „Stern“-Legende
Der Fotograf Hans-Jürgen Burkard berichtet in Balingen von seinem Lebenswerk
11 Uhr, Eintritt: 7 Euro.

„Wir machen das.“ Hans-Jürgen Burkard feiert gerade seinen 70. Geburtstag in Hamburg, als der Zollern-Alb-Kurier ihn zur „WPP“ nach Balingen einlädt. Doch so viel Zeit muss sein: Klar kommt er, selbst mehrfach im Rahmen der World Press Photo Awards ausgezeichnet, nach Balingen. Klar kennt er die Gegend: Er war es, der den Thyssen-Krupp-Testturm in Rottweil für das Handelsblatt in Szene gesetzt hatte, mitsamt des als fotoscheu geltenden Vorstands. Deshalb haben sie Burkard geschickt, den Mann für alle Fälle.
„Seine wichtigsten Arbeiten sind stets Ergebnis einer fundierten Recherche und Auseinandersetzung mit der jeweiligen Thematik“, befand im vergangenen Jahr die Deutsche Gesellschaft für Photographie. „Sie beleuchten gesellschaftliche Verwerfungen und menschliche Schicksale.“ Dieses Mal war es der Dr.-Erich-Salomon-Preis, der Burkard zuteil wurde. Hans-Jürgen Burkard, 1952 in Lahnstein geboren, studierte von 1975 bis 1981 Visuelle Kommunikation mit dem Schwerpunkt Fotographie an der Fachhochschule Dortmund. Bereits während des Studiums realisierte er Reportagen für GEO und „Stern“. Zehn Jahre lang arbeitete er für GEO, wechselte dann als „Fester Freier“ zum „Stern“ und wurde einer der ersten akkreditierten westlichen Fotografen in der ehemaligen Sowjetunion, fasst die Deutsche Gesellschaft für Photographie seinen Karriereweg zusammen.
Burkards Fotoreportagen aus dieser Zeit wie „Die Mafia“, die „Rote Armee“, „Stalins lange Schatten“, „In Sibirien“ „Moloch Moskau“, „Szene Moskau“ „Religion in Russland“, „die Kreml-Connection“ und viele andere gaben bis dahin nie gesehene Einblicke in die Tabuzonen dieses Landes, konstatierte die Jury im vergangenen Jahr.
Die turbulenten Zeiten in der Sowjetunion sind ein Schwerpunkt seiner Arbeit, so dass Russland, wie Hans-Jürgen Burkard sagt, einst „seine zweite Heimat“ geworden sei. Doch bei seinem Besuch in Balingen wird Burkard auch davon berichten, wie er zuletzt Deutschland neu entdeckte. Er, der die Arbeiter in den von Pestizid-Schwaden durchsetzten Bananenplantagen Costa Ricas begleitet hatte, in den Untergrund Moskaus zu den Schlafplätzen der Straßenkinder herabgestiegen ist und in den Slums Brasiliens fotografiert hat. Und der demnächst eine Knieprothese braucht, weil er einst im zweiten Tschetschenien-Krieg von einem Panzer gefallen ist. In Grozny war das. „Ich habe fast jeden Dreck der Erde gesehen“, sagte Burkard im vergangenen Jahr in der „Welt“.
Sein jüngstes Projekt im Auftrag des „Stern“ wirft einen ungewöhnlichen Blick auf Deutschland, auf die Heimat: „An Tagen wie diesen“, so lautet der Bildband, der daraus entstanden ist, kombiniert Burkards Fotos mit bekannten Musiktiteln. Auch diese Fotos wird er in Balingen zeigen.

Moderation: Thomas B. Jones.

Frau kniet mit Kamera
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10.08.2022

FotoSlam zum Thema „Heimat“
19 Uhr, Eintritt: 7 Euro.

Was bedeutet für mich Heimat? Wer diese Frage fotografisch zu beantworten versteht, hat gute Chancen, beim dritten Balinger Foto Slam im Rahmen der „WPP“ auf der Bühne zu stehen – und um die Gunst des Publikums zu buhlen.

So einfach geht’s: Reichen Sie bis Montag, 1. August, ein Foto zum Thema „Heimat“ per E-Mail an fotoslam@zak.de ein, das aus Ihrer Sicht bei diesem Thema nicht fehlen darf. Ob Sie es mit einem Handy oder einer professionellen Kamera aufgenommen haben, zufällig eingefangen haben oder nun sogleich anfertigen wollen, spielt dabei keine Rolle – die Jury, die entscheidet, wer sein Foto dem Publikum  in der Zehntscheuer präsentieren darf, bewertet ausschließlich die inhaltliche Aussage Ihres Fotos.
Die besten Fotos schaffen es auf die Bühne.

Wer am Ende zu den glücklichen 15 Auserwählten gehört, darf sein Foto im Stil eines Poetry Slams auf der Bühne präsentieren. Und im Duell mit den anderen Teilnehmern des Abends um die Gunst des Publikums buhlen. Erlaubt ist dabei, was gefällt; der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: Dichten, singen, tanzen – oder einfach ein paar Worte zur vielleicht bewegenden Entstehung Ihres Fotos, alles ist beim Foto Slam möglich. Er wird auch in seiner bereits dritten Auflage von Poetry-Slam-Profi Johannes Elster aus Ludwigsburg moderiert. Übrigens: Wer den Foto Slam als Siegerin oder Sieger verlässt, entscheidet am Ende der Applaus des Publikums. Den drei Bestplatzierten winken auch in diesem Jahr tolle Preise.

Katja Haigis und Frank Scheuerle vom Ensemble Dico Cantus
Dico Cantus

3. November 2022 (verschoben vom 12. Mai 2022)

"...meine Jungfernschaft ist hin!"
Konzert und Schauspiel des Ensembles Dico Cantus
19 Uhr, Eintritt 12 Euro, Kartenverkauf während der Öffnungszeiten der Zehntscheuer

Dico Cantus besteht aus studierten Musiker:innen in folgender Besetzung:
• Cristina Haigis, Sopran
• Katja Verdi, Blockflöten und Streichpsalter
• Lourdes Carranza, Gambe und Viella
• Frank Scheuerle, Laute und Mandoline
• Jochen Stübenrath, Harfen

Lesen Sie HIER mehr über Dico Cantus.

Dico Cantus singt, spielt und spricht Liederliches und Lasterhaftes, Ein- und Zweideutiges, Schamhaftes und Unverschämtes, von erfüllter und unerfüllter Liebe und bedient sich dazu an Werken von Orlando di Lasso, Claudio Monteverdi, Stefano Landi, Neidhart von Reuental, spanischer, französischer, italienischer und englischer Komponisten des Mittelalters, der Renaissance und des Frühbarocks.

Lassen Sie sich verführen und hören Sie alte Musik in neuen Zusammenhängen!

Mit freundlicher Unterstützung der Imnauer Mineralquellen und des Cosita Balingen.