Schloss

Dezernat 3 - Bau und Technik

Neue Straße 31
72336 Balingen

Ansprechpartnerin
Annette Stiehle
Tel.: 07433/170-144
annette.stiehle@balingen.de

Ansprechpartner
Jens Ruggaber
Tel.: 07433 / 170-337
jens.ruggaber@balingen.de

Öffnungszeiten

Montag bis Mittwoch
08.00 - 12.00 Uhr
14.00 - 16.30 Uhr

Donnerstag
08.00 - 12.00 Uhr
14.00 - 17.30 Uhr

Freitag
08.00 - 12.00 Uhr

Gartenschau 2023

Rahmenplanung - Freiräume für die Zukunft

Am 21. November 2017 hat der Gemeinderat einstimmig die Rahmenplanung der Planstatt Senner aus Überlingen verabschiedet und den Weg für die nächsten Planungsschritte 2018 bereitet. Mit dem Votum des Gemeinderates wird die Stadt Balingen entsprechend dem Vergabebeschluss des Landeskabinetts vom 22. Juni 2010 die Gartenschau im Jahr 2023 durchführen.

Visualisierung Steinach beim Zollernschloß
Visualisierung Steinach beim Zollernschloß

Der Rahmenplan

Die Kernzone der baulichen Maßnahmen (Daueranlagen (3,299 MB)) sowie der geplanten Ausstellungsbereiche der Gartenschau Balingen erstreckt sich beidseitig entlang der Eyach, zwischen Stadtmühle im Norden und Eingang Wolfental, sowie entlang der Steinach bis zum Messegelände im Süden. Im Rahmenplan sind die wesentlichen Planungsbausteine zur Herstellung der Daueranlagen in vier Kernbereiche gegliedert:

  • Landschaftsachse Nord einschließlich Aktivpark
  • Kulturachse mit Anbindung Heuberg
  • Landschaftsachse Süd, Steinach
  • Landschaftsachse Süd, Anbindung Wolfental

Die beiden möglichen Ausstellungsschwerpunkte sind auf die beiden Bereiche ‚Landschaftsachse‘ und ‚Kulturachse‘ aufgeteilt. (Ausstellungskonzeption)
Die voraussichtlichen Baukosten, denen der Gemeinderat zugestimmt hat, werden einschließlich Baunebenkosten und einem allgemeinen Preissteigerungsansatz zur Herstellung der Daueranlagen mit ca. 16 Mio. € brutto veranschlagt.
 
Die Anregungen zur Rahmenplanung aus der Bürgerschaft (Bürgerbeteiligung) wurden berücksichtigt und sind in den Maßnahmenplan, inkl. Kostenplan eingeflossen. Auch in Zukunft wird der Bürgerbeteiligungsprozess weitergeführt werden, Anregungen können jederzeit eingereicht werden.

Das Konzept der „grünen Schnittstellen“

Der Verabschiedung der Rahmenplanung im November 2017 ist bereits ein umfangreicher Planungsweg vorangegangen. Die Stadt Balingen hatte sich im Jahr 2009 für die Durchführung eines Grünprojektes im Rahmen des Landesprogramms ‚Natur in Stadt und Land‘ beworben und in der Sitzung des Ministerrats der Landesregierung am 22.Juni 2010 den Zuschlag für das Ausführungsjahr 2023 erhalten.
 
Das erfolgreiche Konzept „Grüne Schnittstellen“ der Bewerbung für die Gartenschau wurde in der Folge in eine Rahmenplanung überführt, welche die räumlichen Grenzen der städtebaulichen und grüngestalterischen Vorhabenbereiche definiert und das Gesamtpaket an Maßnahmen einschließlich der geschätzten Baukosten aufzeigt, die als Daueranlagen weiter geplant werden sollen.
 
Was ist zu verstehen unter den „Grünen Schnittstellen“? Mit dem Ziel einer ganzheitlichen Stadtentwicklung und verbesserten stadträumlichen Vernetzung werden gleichzeitig an städtebaulich markanten Stellen - den sogenannten „grünen Schnittstellen“ - Entwicklungsschwerpunkte ausgebildet, an denen Stadt und Freiraum vernetzt und verknüpft werden.

Grüne Schnittstellen

  • Bereiche um den Steinach-Wasserfall bei der Feuerwehr
  • Rappenturm und ehemalige Seilerbahn
  • Grünzonen um Zollernschloss und gegenüber Klein Venedig
  • Flächen entlang der Verbindung zwischen Innenstadt und der Stadthalle mit dem Etzelbach
  • Stadtgarten
  • Eyachanlagen und Aktivpark
  • Umfeld Bauhofareal und Au-Stadion, weitere Entwicklung von Siedlungsflächen sowie Sport- und Spielanlagen

Ergänzt werden soll die Gartenschau durch das Sport- und Spielstättenentwicklungskonzept für den Bereich der Bizerba-Arena als weiteren wichtigen Baustein entlang der Eyach-Anlagen zur Stärkung von Naherholung und Freizeitgestaltung.

Visualisierung (7,629 MB)

Die Kernprojekte des Rahmenplans

Landschaftsachse Nord

Die Landschaftsachse Nord bezeichnet den nördlichen Auftakt der Daueranlagen und erstreckt sich von der Stadtmühle beidseitig entlang der Eyach, einschließlich des Aktivparks an der Hindenburgstraße.
Der Rückbau und die neue Ufergestaltung der Hindenburgstraße, Hochwasserschutz und die Weiterführung des stadtauswärtsführenden Wegs entlang der Eyach in Gestaltung eines durchgängigen Grünzugs (Lückenschluss) bis zur Stadtmühle sind die Kernabsichten in diesem Planungsabschnitt. Eine optimierte Verkehrsanbindung des Bauhofgeländes durch einen neuen Kreisverkehr an der Landesstraße ermöglicht die verkehrstechnische Entlastung der Hindenburgstraße. Diese kann durch die veränderte Anbindung Bauhof im Zuge der Gartenschauplanung auf einen Anliegerweg für die bestehende Wohnbebauung und Spazierweg für Fußgänger in Richtung Stadtmühle rückgebaut werden. Der Rückbau schließt die bauliche Veränderung der bestehenden Hochwasserschutzmaßnahmen an der Hindenburgstraße (Damm) mit ein und eröffnet neue Möglichkeiten einer gestalterischen Verbindung von Hochwasserschutzmaßnahmen und Freianlagenplanung. Im Bereich der Stadtmühle wird angestrebt, ein Gastronomiestandort zu entwickeln.

Im Bereich der Eyachanlagen stellt der Aktivpark als eine der sogenannten „grünen Schnittstellen“ ein zentrales Kernprojekt der Gartenschau dar und soll einen Spiel- und Bewegungsparcours für alle Generationen beinhalten, u.a. mit Basketball-, Beachvolleyball- und Skateranlage sowie Fitnessgeräten. Ergänzend sind neben Aktivbereichen auch ruhige Aufenthaltsbereiche vorgesehen. Eine verbesserte Zugänglichkeit der Eyach ist geplant.

Kulturachse

Eine weitere „grüne Schnittstelle“ und Planungsschwerpunkt bezeichnet die sogenannte Kulturachse von der Stadthalle über den Marktplatz bis zum Heuberg. Sie erstreckt sich räumlich in Nord-Süd-Richtung vom Aktivpark über den Stadtgarten bis zum Eyachbogen gegenüber dem Zollernschloss, und in ost-westlicher Ausdehnung von der Stadthalle über das Strasser-Areal und die Stadtmitte bis zum Heuberg.

Der Stadtgarten wird zum „grünen Zimmer“ der Stadt. Im Stadtgarten sollen als Gegenstück zum Aktivpark Ruhe und Erholung für alle Generationen im Vordergrund stehen.

Das Strasser-Areal als Teil der Kulturachse wird 2023 als Veranstaltungsort im Rahmen der Gartenschau genutzt, die Nachnutzung ab 2024 wird über das Integrierte Stadtentwicklungskonzept gemeinsam mit den Bürgern entwickelt. Die Eyachterrassen, Sitzstufen auf Höhe des Strasser-Areals und die Schaffung eines durchgängigen öffentlichen Uferwegs auf der Ostseite bis zur Brücke an der Heinzlenstraße werden das Gesicht zur Eyach verändern. Der kleine Heuberg als Naherholungsgebiet mit einer hervorragenden Sicht auf die Stadt wird in die Planungen eingeschlossen.

Im Eyachbogen soll ein neuer attraktiver Freiraum am Wasser mit Blick auf das Zollernschloss entstehen.

Landschaftsachse Süd – Anbindung Wolfental

Die Anbindung des Wolfentals über einen neuen Uferweg entlang der Eyach wird ebenfalls als Kernprojekt der Gartenschau weiterverfolgt

Landschaftsachse Süd - Steinach

Mit einer durchgehenden Fuß- und Radwegeverbindung entlang der Steinach von der Innenstadt zum Messegelände wird eine wichtige Verbindungsachse bis unmittelbar in die Stadtmitte hinein geschaffen, die gleichzeitig als innerstädtisches Naherholungsgebiet eine nachhaltige Aufwertung der Erlebbarkeit des Gewässers und seiner Uferbereiche ermöglicht. Rappenturm, Stadtmauer und Wasserfall an der Steinach stehen in historischem Kontext, der im Rahmen der Gestaltung und Aufwertung der Bereiche thematisiert werden soll. Die Konkretisierung erfolgt im weiteren Planungswettbewerb.

Kosten, Förderung und Zuschüsse

Für die Herstellung der Daueranlagen, die nachhaltig bei der Stadt verbleiben, sind 16 Mio Euro (brutto) veranschlagt. Das Ausstellungs- und Veranstaltungsjahr ist mit 4 Mio Euro brutto veranschlagt.Der überwiegende Teil der Maßnahmen ist grundsätzlich förderfähig. Nach Erfahrung aus der Durchführung bisheriger Gartenschauen kann von einer durchschnittlichen Förderquote von bis zu 50 % der Gesamtinvestitionen ausgegangen werden.

Einbindung der Ortsteile

Alle Bürgerinnen und Bürger und auch alle Ortsteile von Balingen sollen von der Gartenschau profitieren. So bestehen zahlreiche Möglichkeiten, sich auf dem Ausstellungsgelände oder auch vor Ort zu präsentieren, wie der zurückliegende Workshop mit Ortsteilvertretern gezeigt hat.
 
Ziel ist es, vor allem die Gäste aus der Region zum mehrfachen Besuch der Schau anzuregen und dann auch für einen Ausflug in die Ortsteile zu gewinnen. Neben einer Verbesserung v.a. des Radwegenetzes ist eine attraktive Darstellung der Ortsteile auf dem Ausstellungsgelände, sei es über Pavillons und Gärten oder durch Veranstaltungen, von großer Bedeutung.

Rahmenplan Maßnahmenplan Daueranlagen - Kernbereich (3,299 MB)

Rahmenplan Ausstellungskonzeption - Kernbereich (3,343 MB)

Zeitplanung (229,6 KB)

Ihre Meinung ist uns wichtig

Gerne können Sie hier Ihre Meinung / Anliegen zum Thema Gartenschau posten.

 
powered by ITEOS