Schloss

Neukonzeption des Balinger Stadtverkehrs

Der Gemeinderat hat am 20. Oktober 2020 der Neukonzeption zugestimmt

Die Neukonzeption soll ebenfalls zum bundesweiten Fahrplanwechsel am 13.12.2020 eingeführt werden.

Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 21.11.2018 für die weitere Konzeptionsentwicklung des Stadtverkehrs folgende Eckpunkte festgelegt:
- die Einführung eines Halbstundentaktes auf den beiden Stadtbuslinien 14 und 24 wird angestrebt;
- der neuen Linienführung wird grundsätzlich zugestimmt;
- ein Rufbussystem wird ergänzend zu den Stadtverkehrslinien 24 und 14 unter Beachtung der bestehenden Regionalbus- und Zugverbindungen eingeführt.

Das anhand dieser Eckpunkte durch den beauftragten Nahverkehrsplaner erarbeitete detaillierte Fahrplankonzept wurde am 10.02.2020 auf Einladung der Verwaltung der Öffentlichkeit im Rahmen eines Bürgerdialoges vorgestellt.Die Teilnehmer hatten die Gelegenheit, ihre Wünsche und Anregungen zu dokumentieren und aufzuschreiben mit der Zusicherung, dass alle Anregungen öffentlich beantwortet und im Rahmen einer Gemeinderatssitzung dargestellt werden. Das Ergebnis der Auswertung aller Anregungen im Bürgerdialog „Neues Stadtverkehrskonzept“ wurde am 30.06.2020 dem Gemeinderat bekanntgegeben. Das neue Stadtverkehrskonzept sieht vor, dass auf den Linien 14 und 24 ab ca. 7:45 Uhr ein verlässlicher Halb-Stunden-Takt eingeführt wird. Der Schülerverkehr zu den Hauptzeiten ist dabei nahezu unverändert geblieben. Die Linienführung 14 und 24 wird entsprechend den beschlossenen Eckpunkten (Gemeinderat am 21.11.18, Vorlage 2018/311) neu strukturiert. Diese Konzeption wird ergänzt durch Anrufverkehre nach Streichen, im Bereich Binsenbol und Schmiden sowie von Rote Länder über Roßwangen, Endingen und dem Industriegebiet Gehrn nach Balingen.

Der Stadtteil Ostdorf ist durch die überregionale Linie 7433 (Balingen-Haigerloch) an die Innenstadt angebunden. Diese Linie fährt regelmäßig bis zu vier Haltestellen in Ostdorf an. Der vorhandene Takt wird vom Landratsamt mit dem Ziel überplant, einen Stundentakt und, soweit möglich, zu den Hauptverkehrszeiten einen Halbstundentakt einzführen. Engstlatt ist durch die stündliche Regionalzugverbindung nach Albstadt und Tübingen sowie duch ergänzende Busse im Schüler- und Berufsverkehr der Linie 7614 (Hechingen-Albstadt)angebunden. Der Stadtteil Erzingen ist durch die Regionallinie 7440 (Rottweil-Balingen) angebunden. Diese verkehrt ca. stündlich, in der Hauptverkehrszeit halbstündlich. Allerdings halten die Schnellbusse auf der Linie Rottweil-Balingen nicht in Erzingen am Dorfplatz, so dass diese Haltestelle nicht immer angefahren wird. Aufgrund der aktuellen Liniengenehmigung für die SBG besteht für Erzingen ein Bedienungsverbot, so dass rechtlich keine weiteren Busverbindungen eingerichtet werden dürfen. Über die Linie 18 besteht zu den Schulzeiten eine Verbindung über Endingen und Roßwangen nach Frommern.

Im Rahmen der Neukonzeption wurde sowohl im Gemeinderat wie auch beim Bürgerdialog der Wunsch geäußert, dass mit der Umsetzung möglichst auch ein einheitlicher Stadtverkehrstarif gelten soll. Dieser kann jedoch frühestens zum 01.01.2022 eingeführt werden.

Im Rahmen der Direktvergabe erfolgt die Auftragsverteilung des Statdverkehrs an die Fa. Gebr. Maas GmbH + Co. KG in Balingen, die auch  bisher frü den Statdverkehr verantwortlich ist.  An den Kosten für den Stadtverkehr ohne Rufbussystem beteiligt sich die Stadt Balingen mit einem Finanzierungsbeitrag in Höhe von ca. 636.200 € (brutto) bzw. 509.000 € (netto – nach Abzug Zuschuss Landratsamt).  Das Rufbussystem wird zunächst für die Dauer von zwei Jahren eingeführt und in dieser Zeit jährlich spitz abgerechnet mit dem Ziel, danach einen pauschalierten Finanzierungsbeitrag festzulegen. Die Laufzeit des öffentlichen Dienstleistungsauftrages mit der Fa. Maas beginnt am 14.12.2020 und endet am 31.12.2028.




 
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