Schloss

Balinger Schwefelbrunnen als Geopoint ausgezeichnet

Heute erfolgte die offizielle Übergabe der Zertifizierung durch den Geschäftsführer des Geoparks Schwäbische Alb

v.l. OB Reitemann, Landrat Pauli, Dr. Siegfried Roth und Dr. Ingrid Helber

Der Schwefelbrunnen an der Ecke Wilhelm-Kraut-Straße / Spitalstraße wurde vom Geopark Schwäbische Alb als vierter Geopoint im Zollernalbkreis ausgezeichnet. Neben dem Nusplinger Plattenkalk und dem Schiefererlebnis in Dormettingen wurde zuvor auch der Wasserfall in Zillhausen als Geopoint ausgezeichnet.
 
Auf der ganzen Schwäbischen Alb trifft man auf Tafeln, die Geopoints ausweisen. Diese kennzeichnen geologische Hightlights und interessante Einzelobjekte, deren Bedeutung sich erst nach näherem Hinsehen erschließt. Der geschichtsträchtige Schwefelbrunnen hat sich die Zertifizierung aufgrund seiner interessanten Landschafts- und Heimatgeschichte erworben. Bereits im Jahre 1724 wurde im Bereich der Steinach eine besonders ergiebige Schwefelquelle entdeckt und danach auch ein Badebetrieb eingerichtet, der Balingen noch bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu einem florierenden Kurbetrieb machte. Als Erinnerung an diese Zeit zeugt heute noch der nun ausgezeichnete Schwefelbrunnen.
 
Am 22. Juni 2020 hat Dr. Siegfried Roth, Geschäftsführer des Geoparks Schwäbische Alb im Beisein von Landrat Pauli ein entsprechende Hinweisschild zusammen mit einer Urkunde an OB Reitemann übergeben. Danach informierte die Balinger Kunsthistorikerin Dr. Ingrid Helber die anwesenden Gäste noch ausführlich über die historischen Hintergründe des Schwefelbrunnens und die frühere Bedeutung des Badens in Balingen.
 
Das Hinweisschild mit entsprechenden Ausführungen wird in den nächsten Tagen am Schwefelbrunnen angebracht.
 
 

 
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