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Herr Jürgen Luppold

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Stadt Balingen unterstützt beim Kampf gegen den plötzlichen Herztod

Am Eingang zum Rathaus wurde ein sogenannter Automatisierter Externer Defibrillator (AED) angebracht.

Übergabe des Defribrillators an OB Reitemann

Die Stadt Balingen unterstützt die Initiative des Deutschen Roten Kreuzes Kreisver-band Zollernalb e.V. sowie des Landratsamtes gegen den plötzlichen Herztod und hat einen sogenannten Automatisierten Externen Defibrillator (AED) am Rathaus angebracht. Dieser ist der Bevölkerung zu jeder Zeit frei zugänglich und funktioniert mit einem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Weitere Defibrillatoren werden in den kommenden Wochen auch an möglichst zentralen, frei zugänglichen und häufig frequentierten Plätzen in den Stadtteilen angebracht. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sollen zudem die Möglichkeit bekommen, vor Ort im Umgang mit dem AED geschult zu werden.

Der plötzliche Herztod kostet in Deutschland jährlich über 100.000 Menschen das Leben und ist damit die häufigste Todesursache. Dass die Herzfunktion plötzlich versagt, kann Menschen jeden Alters überall passieren – jüngstes Beispiel: der dä-nische Fußballprofi Christian Eriksen, der während eins EM-Spiels einen Herzstill-stand erleidet. Er überlebt dank Herzdruckmassage und Elektroschock. „Der plötzliche Herztod wird durch Kammerflimmern verursacht, was zu einem sofor-tigen Herz-Kreislauf-Stillstand führt. In diesem Fall ist die Herzdruckmassage und die ergänzende Elektroschockbehandlung mit einem Defibrillator die einzig wirksa-me Maßnahme, das Leben des Betroffenen zu retten“, weiß Wolfgang Dieter, Leiter der Aus- und Fortbildung beim DRK Kreisverband und Mitbegründer der Kampagne.

Aus diesem Grund ist es auch Oberbürgermeister Helmut Reitemann ein wichtiges Anliegen, AED-Standorte möglichst flächendeckend im Stadtgebiet Balingen zu verteilen. Die Geräte können auch von Laien bedient werden, was wichtig ist, um die Zeit bis zum Eintreffen der Rettungskräfte zu überbrücken und die Überlebenschancen des Betroffenen zu erhöhen. „Herr Dieter unterstützt uns als Schnittstelle zum DRK dabei, geeignete AED-Geräte und Standorte im Stadtgebiet und in den Stadtteilen auszuwählen“, führt Oberbürgermeister Reitemann aus. „Die Bedienung des AED ist einfach und selbsterklärend. Dennoch hoffen wir, dass wir trotz der Pandemie Schulungen für interessierte Bürgerinnen und Bürger anbieten können, um die Scheu vor der Anwendung eines AED zu nehmen“.

Angedacht ist, die Schulungen für die Bevölkerung im Rahmen der bundesweit stattfindenden Woche der Wiederbelebung des DRK im September anzubieten. Nähere Informationen werden ebenso wie die Schulungstermine in den Stadtteilen Engstlatt, Endingen, Erzingen, Heselwangen, Frommern, Weilstetten, Streichen und Zillhausen rechtzeitig im Mitteilungsblatt „Balingen aktuell“ bekanntgegeben.
 
Der AED funktioniert mit einem sogenannten Schlüssel-Schloss-Prinzip. Im Ernstfall muss das Glas des Schlüsselkästchens eingeschlagen, der Schlüssel entnommen und damit der AED-Kasten aufgeschlossen werden. Es ertönt ein Alarm, welcher die Einsatzbereitschaft des Defibrillators signalisiert. Durch einfache und klare Sprachanweisungen unterstützt der AED bei der Herzdruckmassage und der Abgabe des Elektroschocks. Gleichzeitig analysiert er die Aktivität des Herzens.