Aktuelle Bauprojekte

Brücke Blumentalstraße

Die Brücke über die Eyach im Zuge der Blumentalstraße muss aufgrund ihres schlechten technischen Zustandes und der damit einhergehenden Mängel in Sachen Standsicherheit, Dauerhaftigkeit, Verkehrssicherheit erneuert werden.

Brücke Blumentalstraße

Bereits 2018 wurde ein Förderantrag nach der „Verwaltungsvorschrift Kommunaler Sanierungsfonds“ gestellt, der mit Schreiben vom 31.08.2020 mit einem Betrag in Höhe von 596.100 € bewilligt wurde. Die erforderliche denkmalschutzrechtliche Zustimmung gemäß Denkmalschutzgesetz des RP Tübingen, Referat 21 liegt mit Schreiben vom 14.08.2020 vor. Hierin wird dem Abbruch der Bestandsbrücke zugestimmt, da es nach Einschätzung des Landesamts für Denkmalpflege auf Grundlage der vorgelegten Dokumente nicht möglich ist, „die Brücke unter Wahrung der Denkmaleigenschaften mit angemessenem Aufwand zu sanieren“. Die entsprechenden Auflagen wurden zwischenzeitlich erfüllt.

Ein entsprechender Baubeschluss wurde am 28.05.2019 im Gemeinderat getroffen (Vorlage 2019/110). Am 11.03.2020 wurden im Technischen Ausschuss durch das Ingenieurbüro BWN aus Albstadt nochmals die Ergebnisse der Brückenprüfung vorgestellt (Vorlage 2020/053).
 
Die neue Brücke mit einer Spannweite von 16,80 m erhält eine Fahrbahnbreite von 6,00 m und auf der Ostseite einen regelgerechten Gehweg mit 2,55 m nutzbarer Breite. Auf der Westseite ist ein Sicherheitsstreifen vorgesehen. Das Bauwerk hat eine Gesamtbreite von 9,55 Metern und ist so an die anschließenden Fahrbahnen unmittelbar angepasst, dass trotz etwas größerer Steigungen günstigere Fahrbahnausrundungen als derzeit vorhanden ausgebildet werden können. Gleichzeitig wird der Durchflussquerschnitt der Eyach verbessert. Die Bauwerksunterkante liegt höher als die alte Konstruktion und mindestens 77 cm höher als das 100-jährliche Hochwasser. Mit der gewählten Positionierung ist es gelungen, auch die Zufahrtsrampe zur Gewässerunterhaltung weiterhin beizubehalten. Allerdings muss dazu eine Stützmauer mit Geländer zusätzlich verlängert werden. Konstruktiv handelt es sich um ein Rahmenbauwerk aus Stahlbeton ohne Fahrbahnübergänge. Das Tragwerk liegt komplett unter der Fahrbahn und ist damit schon bestmöglich vor Witterungseinflüssen geschützt. Gegenüber Entwurfsvarianten mit obenliegenden Tragwerken oder Stahl-/Stahlverbundkonstruktionen hat die vorgeschlagene Bauweise im Hinblick auf Gestaltung, Wirtschaftlichkeit und Unterhaltungsaufwand deutliche Vorteile.
Die Brückenplatte wird mit einer regelgerechten Dichtungsschicht  und zweilagiger Schutz-/ Deckschicht geschützt. Die Gehwegsflächen erhalten eine Oberflächenschutzschicht. Auf den sichtbaren Unterbauflächen wird ein Graffitischutz aufgetragen.
Die Brückengeländer werden aus verzinkten Stahlpfosten hergestellt. Die Ausfachung erfolgt mit Edelstahlnetzen in Edelstahlrahmen (in Anlehnung an das Geländer am Radweg in der Balinger Straße), der Handlauf ist aus Edelstahl. Durch die Lage in der Tempo 30-Zone und die Nähe zur Einmündung in die Balinger Straße ist davon auszugehen, dass bei den geringen Fahrgeschwindigkeiten auf normgerechte Fahrzeugrückhaltesysteme im Geländer verzichtet werden kann.
Beim Straßenentwurf wurde auch darauf geachtet, dass die Sicht auf die vorfahrtsberechtigte Balinger Straße mit einseitigem Radweg deutlich zugunsten der Verkehrssicherheit verbessert wird.
 
Die Kosten für diese Baumaßnahme belaufen sich auf rund 805.000,00 €. Die Baumaßnahme wird zudem nach der „Verwaltungsvorschrift Kommunaler Sanierungsfonds“ mit
einem Betrag in Höhe rund 400.00 € gefördert.
 
Die Baumaßnahmen sollen bis spätestens Ende 2021 abgeschlossen sein. Es wird mit einer Bauzeit von 6 bis 8 Monaten gerechnet.