Schloss

Dezernat 3 - Bau und Technik

Neue Straße 31
72336 Balingen

Ansprechpartnerin
Nadine Wißmann
Tel.: 07433/170-288
nadine.wissmann@balingen.de

Öffnungszeiten

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Sanierungsgebiete

Wohn- und Geschäftshaus Schwanenstraße

In prominenter Lage am südlichen Eingang in die Balinger Kernstadt soll ein großzügiges Wohn- und Geschäftshaus entstehen. Aufgefordert durch die Stadt Balingen hat die Volksbank Hohenzollern-Balingen einen Architekturwettbewerb ausgelobt. Der Entwurf des Balinger Architekturbüros Schairer und Partner überzeugte das Preisgericht.

Im Spannungsfeld zwischen Denkmal und Einzelhandel

Die Besonderheit der Aufgabenstellung liegt in der prominenten Lage unmittelbar an der Torbrücke, die den südlichen Eingang in die Balinger Kernstadt markiert.  Die Eingliederung in die umgebende Dachlandschaft und das Finden einer angemessenen Antwort auf die Torsituation als Auftakt zum klassizistischen Stadtgrundriss sind die zentralen Themen der Auslobung (1,056 MB).
 
Im näheren Umfeld zeigen sich zahlreiche Kulturdenkmale wie Zollernschloss, Gesindehaus, Zehntscheuer und Oberamtsgebäude im Osten, das Gasthaus Sonne im Süden und der Farrenstall westlich des Baugrundstücks.
 
Das Wettbewerbsgrundstück liegt im Sanierungsgebiet in unmittelbarer Nähe zum Gartenschaugelände. Das Schaffen einer qualitätvollen Fußwegeverbindung vom Rappenturm entlang der Steinach und der Stadtmauer bis zum Zollernschloss ist erklärtes Ziel der Stadtsanierung und stellt eine der „Grünen Schnittstellen“ der Gartenschau dar.

Das Wettbewerbsverfahren

Um sowohl den Interessen des Einzelhandels als auch den städtebaulichen Anforderungen gerecht zu werden, lobte die Volksbank Hohenzollern-Balingen mit Unterstützung des Büros Kohler und Grohe aus Stuttgart einen nicht offenen Realisierungswettbewerb mit 19 eingeladenen Teilnehmern aus. Die Auslobung (1,056 MB) fordert eine großzügige Verkaufsfläche über zwei Geschosse mit darüber liegenden Büroflächen und Wohnungen. Das Preisgericht (351,2 KB), bestehend aus Vertretern der Volksbank, des Gemeinderats und der Stadtverwaltung Balingen sowie den externen Fachpreisrichtern, beschäftigte sich am 17. Juli ausführlich mit den insgesamt 15 eingereichten Arbeiten, darunter viele Büros aus dem Zollernalbkreis.
 
Die Jury empfahl einstimmig, den Entwurf des Büros schairer + partner architekten aus Balingen (2,008 MB)als ersten Preisträger einer Realisierung des Projektes zugrunde zu legen. Der zweite und dritte Preis ging an KBK Architektengesellschaft Belz | Lutz mbH, Stuttgart (17,624 MB) und an das Architekturbüro Peter Pfeffer, Haigerloch mit ARP – Architektenpartnerschaft, Stuttgart. (13,428 MB) Die Ausloberin stellte Preisgelder in Höhe von insgesamt 50.000 € zur Verfügung. Die eingereichten Entwürfe (30,108 MB) wurden im Anschluss an die Preisgerichtssitzung für zwei Tage im Foyer der Stadthalle und anschliessend in den Räumen der Volksbank in der Friedrichstraße 72 ausgestellt.
 
Die Stadt Balingen konnte in den letzten Jahren immer mehr private Investoren überzeugen, bei stadträumlich bedeutenden Bauvorhaben das Instrument des Planungswettbewerbs zu nutzen. Ein Planungswettbewerb stellt die bestmögliche Qualitätssicherung hinsichtlich Funktionalität, Ökonomie, Ästhetik und Nachhaltigkeit dar und genießt aufgrund seiner fairen Wettbewerbsbedingungen und dem hohen Maß an Transparenz große Wertschätzung in der Öffentlichkeit.

40 Jahre Stadtentwicklung Balingen

Mit großem Erfolg betreibt die Stadt Balingen seit 40 Jahren die städtebauliche Erneuerung (3,6 MB) des Stadtkerns.
 
Nach dem großen Stadtbrand von 1809, dem nahezu die gesamte Baustruktur zum Opfer fiel, wurde die Kernstadt in einem klassizistischen Stadtgrundriss mit orthogonaler Blockstruktur wiederaufgebaut. Auf der Grundlage eines 1982 durchgeführten städtebaulichen Ideenwettbewerbes wurde die Innenstadt, die bisher von einer hohen Verkehrsbelastung und fehlender räumlicher Struktur geprägt war, umfangreich umgestaltet. Dadurch konnte der gesamte Stadtkern verkehrsberuhigt und der Bereich um den Marktplatz als zentrale Mitte gestaltet werden. Die Stadterneuerungsmaßnahmen im Bereich der Fußgängerzone fanden ihre Fortsetzung nach Norden in der Neugestaltung der Bahnhofstraße und im Süden im Bereich der Torbrücke.
 
Bis heute werden die Ränder des vom Klassizismus geprägten Innenstadtbereich schrittweise im Rahmen der Sanierung bearbeitet. Die Neugestaltung des Kirchplatzes, der 2018 feierlich eröffnet wurde, stellt die Stadtkirche ins Zentrum einer umlaufenden Fußgängerzone und vervollständigt die Schaffung der Neuen Mitte aus den 1990er Jahren. Mit dem derzeit im Bau befindlichen Mühltorplatz wird die Sanierung des ehemaligen Gerberviertels Klein Venedig fortgesetzt und ein Lückenschluss in der Eyachsilhouette geschaffen. Bis zur Gartenschau 2023 soll der Bahnhofsvorplatz als Stadteingang Nord fertiggestellt werden.

Bebauungsplan und örtliche Bauvorschriften

Das Wettbewerbsgrundstück liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans „Am Rappenturm“ vom 05.10.2001. Dieser wird entsprechend dem Wettbewerbsergebnis angepasst. Für das Änderungsverfahren wurde am 24.10.2017 der Aufstellungsbeschluss (3,888 MB) gefasst. Parallel zur Gebäudeplanung soll nun auch der Bebauungsplan weiter vorangetrieben werden, auf dessen Grundlage der Neubau im Frühjahr 2021 genehmigt werden könnte.

Weitere Infos

1. Preis schairer + partner architekten, Balingen (2,008 MB)
1. Preis Modellfoto (4,609 MB)

2. Preis KBK Architektengesellschaft Belz | Lutz mbH, Stuttgart (17,624 MB)
2. Preis Modellfoto (4,646 MB)

3. Preis Architekturbüro Peter Pfeffer, Haigerloch mit ARP – Architektenpartnerschaft, Stuttgart (13,428 MB)
3. Preis Modellfoto (4,529 MB)

Protokoll der Preisgerichtsitzung (351,2 KB)

Auslobung zum Wettbewerb (1,056 MB)

Schaubild 40 Jahre Stadtentwicklung (3,6 MB)

Bebauungsplan Am Rappenturm – 1. Änderung (Aufstellungsbeschluss) (3,888 MB)

 
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