Veranstaltungsarchiv

Hier finden Sie Informationen zu einzelnen Veranstaltungen, die in der Zehntscheuer stattfanden

Profilfoto von Prof. Dr. Regina Ammicht Quinn
(c) Universität Tübingen

19. Mai 2022

Mann und Frau und allerhand dazwischen:
Wozu um Himmels Willen braucht man Genderforschung?
Vortrag von Prof. Dr. Regina Ammicht Quinn  über Rollenbilder in unserer Sprache
19 Uhr, Eintritt frei


Was hat es mit "Gender" auf sich? Warum gibt es den andauernden Streit um "Gender" in der Sprache und im gesellschaftlichen Leben?
Der Vortrag versucht, einige Wege durch die unordentliche Landschaft von "Gender" und Sexualität aufzuzeigen. Er befasst sich mit Beinkleidern, Burkas und Bikinis, mit Geschlechtsorganen und Rollenerwartungen und mit Respekt und Gerechtigkeit.

Regina Ammicht Quinn studierte Katholische Theologie und Germanistik, promovierte zur Ethik der Theodizeefrage und schrieb ihre Habilitation zu Körper, Religion und Sexualität.
Im Zusammenhang von Erstplatzierungen bei Berufungen wurde ihr mehrfach das dafür nötige kirchliche „nihil obstat“ verweigert. Seit 2002 ist sie Professorin für Ethik am Internationalen Zentrum für Ethik in den Wissenschaften (IZEW) der Universität Tübingen und seit 2014 Sprecherin des Zentrums.
Zudem gründete und leitet sie das Zentrum für Gender- und Diversitätsforschung (ZGD) der Universität Tübingen zusammen mit Prof. Ingrid Hotz-Davies.

Im Rahmen unserer Sonderausstellung Schamlos? Sexualmoral im Wandel wird der Vortrag die Zusammenhänge zwischen Sprache und gesellschaftlichen Rollenbildern eingehend untersuchen und dabei auch den einen oder anderen "Schmunzler" hervorbringen.

Katja Haigis und Frank Scheuerle vom Ensemble Dico Cantus
Dico Cantus

12. Mai 2022  -- ABGESAGT --

Wegen einer Erkrankung muss dieses Konzert abgesagt werden.

"...meine Jungfernschaft ist hin!"
Konzert und Schauspiel des Ensembles Dico Cantus
19 Uhr, Eintritt 12 Euro, Kartenverkauf während der Öffnungszeiten der Zehntscheuer

Dico Cantus besteht aus studierten Musiker:innen in folgender Besetzung:
• Cristina Haigis, Sopran
• Katja Verdi, Blockflöten und Streichpsalter
• Lourdes Carranza, Gambe und Viella
• Frank Scheuerle, Laute und Mandoline
• Jochen Stübenrath, Harfen

Lesen Sie HIER mehr über Dico Cantus.

Dico Cantus singt, spielt und spricht Liederliches und Lasterhaftes, Ein- und Zweideutiges, Schamhaftes und Unverschämtes, von erfüllter und unerfüllter Liebe und bedient sich dazu an Werken von Orlando di Lasso, Claudio Monteverdi, Stefano Landi, Neidhart von Reuental, spanischer, französischer, italienischer und englischer Komponisten des Mittelalters, der Renaissance und des Frühbarocks.

Lassen Sie sich verführen und hören Sie alte Musik in neuen Zusammenhängen!

Mit freundlicher Unterstützung der Imnauer Mineralquellen und des Cosita Balingen.

Cora Bieß
(c) Universität Tübingen

14. April 2022

„Deepfakes“ - Meinung machen mit manipulierten Medien.
Vortrag und Workshop mit Cora Bieß, Universität Tübingen
19 Uhr, Eintritt frei

Cora Bieß arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt SIKID (Sicherheit für Kinder in der digitalen Welt – Regulierung verbessern, Akteure vernetzen, Kinderrechte umsetzen). Sie studierte  im Master Friedensforschung und Internationale Politik (Universität Tübingen und Ándrassy Universität Budapest). Bis 2020 forschte sie im Projekt TANGO zu Technik-Innovation sowie zu sozialwissenschaftlichen und ethischen Analysen zu Governance, und insbesondere zu Deepfakes. Darüber hinaus ist sie seit 2019 in der Berghof Foundation im Bereich Globales Lernen für Konflikttransformation tätig.

Deepfakes beschreiben realistisch wirkende Medieninhalte (Foto, Audio und Video), welche durch Techniken der künstlichen Intelligenz abgeändert worden sind. Es lassen sich so vermeintliche Tatsachen "erstellen". Die vielfach beschriebene "Macht der Bilder" macht die heutige Medienlandschaft für solchen Missbrauch besonders anfällig.

Die Referentin wird in ihrem Vortrag auf die medialen Rollenbilder von Frauen und "Pornografie" als Ursprung von Deepfake-Technologien eingehen und die ethischen Implikationen von Deepfakes für die Gesellschaft aufzeigen..
Im anschließenden "Mitmach-Teil"  bekommen Besucher:innen die Möglichkeit, auch selbst Teil manipulierter Medieninhalte zu werden und in verschiedenen Rollen an einer Diskussionsrunde teilzunehmen, bspw. als Vertreterin einer Frauenrechtsbewegung, Mitarbeiter einer Nachrichtenagentur, Journalistin des "Postillon" oder als Museumspädagoge.

Einladungsplakat Jugendmusikschule Balingen

3. April 2022

Musik im Wandel der Zeit
Ensemblekonzert der Jugendmusikschule Balingen
17 Uhr, Eintritt frei, wir bitten um Spenden für die Ukraine-Hilfe des DOMIZIEL e.V.

Eine zweistündige Klangreise dokumentiert den Fortschritt in der Musikgeschichte. Von Barock und Klassik über die Moderne, von Jazz zu Rock und Pop. Intoniert von den besten Jungmusikern der Region mit ihren beliebtesten Instrumenten! Das Programm des Abends finden Sie HIER (234 KB).
Wir werden das Ensemblekonzert als Benefizkonzert durchführen und hoffen auf Ihre Unterstützung! Der Spendenerlös fließt an den Verein DOMIZIEL e.V. und unterstützt dort junge Geflüchtete aus der Ukraine, die in Balingen oder der Region angekommen sind. Damit werden gezielt benötigte Spielsachen und dergleichen für Kinder und Jugendliche angeschafft um etwas Freude in das Leben dieser jungen Menschen zu bringen.

Wir rechnen mit großem Andrang, weshalb wir auf das Tragen einer FFP2 Maske bestehen werden, auch wenn dies landesweit nicht mehr vorgeschrieben sein sollte.

Mehrer Logo

Mit Pause, leckerem Fingerfood
und freundlicher Unterstützung der Mehrer Compression GmbH.

13. März 2022

öffentliche Führung mit Sibylle Sandra Schulz
Schamlos? Sexualmoral im Wandel
15 Uhr, Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

Sibylle Schulz erhielt ihr Diplom in Kommunikationswissenschaften von der Universität Hohenheim und promoviert derzeit an der Universität Konstanz zu Norm(alis)ierungsprozessen im Bereich Sexualität.
Zudem arbeitet sie in der Unternehmenskommunikation eines Start-Ups und beschäftigt sich nebenbei mit Modedesign.

Birgit Kruckenberg-Link

8. März (Weltfrauentag)

Her mit dem ganzen Leben - Wir wollen Brot und Rosen
Vortrag von Birgit Kruckenberg-Link zu kommunaler Gleichstellungsarbeit
19 Uhr, Eintritt frei, es gibt Snacks und Getränke 

Zielstrebig, humorvoll und herzlich: So beschreiben Weggefährtinnen Birgit Kruckenberg-​Link, 19 Jahre lang hat sie sich als Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Herrenberg für die Chancengleichheit von Frauen und Männern engagiert und in dieser Zeit wichtige Akzente in Stadtgesellschaft und Verwaltung gesetzt. An diesem Abend erzählt sie von Ihrer Arbeit, welche Herausforderungen sie meistern konnte und womit sie Erfolge feierte.
Da sie in ihrem "zweiten Leben" im Ruhestand regelmäßig als Kabarettistin mit dem Duo Frauengold auftritt, wird es nicht nur ein spannender und informativer Abend, sondern es wird auch herzlich gelacht werden!
UND: Männer sind ausdrücklich und ebenso herzlich eingeladen!. 

Anzeige zur Ausstellung SCHAMLOS

3. Februar 2022

SCHAMLOS? - Sexualmoral im Wandel
Vernissage
19 Uhr, Eintritt frei, keine Anmeldung notwendig

Die Schauspielerin Hildegard Knef erregt Anfang der 1950er Jahre noch Aufsehen, als sie in einer Filmszene kurz nackt zu sehen ist. Heute erreichen die Schilderungen sadomasochistischer Praktiken in der Roman-Trilogie "Shades of Grey" Millionenauflagen.

Die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland beleuchtet mit rund 900 Objekten die tiefgreifenden Veränderungen von Sexualmoral und Geschlechterbeziehungen in Deutschland seit 1945. Sie verfolgt die materiellen, rechtlichen, kulturellen und mentalen Entwicklungen bis in die Gegenwart. Dabei berücksichtigt sie auch die unterschiedlichen Lebensbedingungen im geteilten Deutschland.

"Sozialistische Moral"
Die DDR gilt im Vergleich zur Bundesrepublik bis heute vielen als weniger prüde. Doch auch hier herrschen eindeutige Normen und Regeln, vorgegeben von der SED. "Unsere DDR ist ein sauberer Staat", erklärt die Partei 1965.
Sie verbietet Prostitution und Pornografie, weil die Menschen "anständig" leben sollen. Voreheliche Sexualität gilt zwar als natürlich, doch soll eine Beziehung in die Ehe münden. Frauen und Männer sind formal gleichberechtigt, aber auch in der DDR prägen traditionelle Rollenbilder die Geschlechterbeziehungen.

Sexualmoral im Wandel
Die Trennung von Sexualität und Fortpflanzung, der Wandel von Rollenbildern sowie die zunehmende Kommerzialisierung von Erotik und Sexualität sind nur einige Aspekte der Ausstellung. Objekte wie ein als Geheimversteck für einen Beate-Uhse-Katalog hergerichtetes Buch, eine von Feministinnen getragene lila Latzhose oder ein in der DDR ausschließlich für den Export produziertes erotisches Kartenspiel machen das Ausstellungsthema konkret und fassbar.

Portrait des Autors Jürgen Gückel

28. Januar 2022

Jürgen Gückel liest
Heimkehr eines Auschwitz-Kommandanten
Wie Fritz Hartjenstein drei Todesurteile überlebte.

19 Uhr,  Eintritt frei, Anmeldung notwendig.
In Kooperation mit der Heimatkundlichen Vereinigung Zollernalb e.V.

Jürgen Gückel ist Journalist und Autor. Er war fast vier Jahrzehnte als Redakteur und Korrespondent für die Zeitungen der Madsack-Gruppe, darunter Peiner Allgemeine, Hannoversche Allgemeine Zeitung und Neue Presse, tätig und arbeitete zuletzt 23 Jahre lang als Polizei- und Gerichtsreporter des Göttinger Tageblattes.Für seine Arbeiten ist er vielfach ausgezeichnet worden. Er erhielt den Konrad-Adenauer-Lokaljournalisten-Preis für seine Serie über das Wirken der Justiz, den Regino-Preis für eine Serie über die Grundrechte. Er deckte den Transplantations-Skandal am Universitäts-Klinikum Göttingen auf und wurde dafür zusammen mit Kolleginnen der Süddeutschen Zeitung und der Taz mit dem Wächterpreis des Verbandes der Deutschen Zeitungsverleger geehrt. Viermal wurde ihm der Alexander-Journalistenpreis zugesprochen, unter anderem für eine Serie und ein Buch über das Grenzdurchgangslager Friedland. Und den August-Madsack-Preis erhielt er für seine Berichte in einem spektakulären Mordfall. Er lebt heute wieder in seiner alten Heimat am Rande jenes Dorfes, in dem ein NS-Massenmörder zum geachteten Dorfschullehrer werden konnte.