Die 1976 geborene Malerin Liane Köhnlein erschafft energiegeladene, vielschichtige Malerei zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Ihr Werk verbindet altmeisterliche Techniken mit zeitgenössischen Elementen und wird von einer gebrochenen, durchdringenden Farbwelt getragen. Köhnleins Motive sind unbeachtete, flüchtige Räume – Bettlandschaften, Drapierungen, Faltenwürfe. Die transformativen Arbeiten offenbaren Schauplätze, in denen in aller Präsenz doch Abwesenheit glänzt: ein Zustand der Gesellschaft.
Köhnleins Motive sind unbeachtete, flüchtige Räume – Bettlandschaften, Drapierungen, Faltenwürfe. Die transformativen Arbeiten offenbaren Schauplätze, in denen in aller Präsenz doch Abwesenheit glänzt: ein Zustand der Gesellschaft.
Die zentrale Thematik der Arbeiten sind Falten als dynamische Formen – von fokussierten Drapierungen in Grün-Blau und Erdtönen bis zu fragmentierten Szenen.
Die präsentierten Werke sind eine zeitgenössische Hommage an die Faltenwürfe der Barock- und Renaissance-Malerei mit philosophischer Tiefe. Renaissance-Präzision trifft auf barocke Fragmentierung und Farbdynamik. Die Falten symbolisieren die Welt als unendlich gefaltete Struktur, inspiriert von Leibniz via Deleuze. Die Werke knüpfen direkt an Traditionen an: Faltenwürfe als Demonstrationsstück malerischer Meisterschaft, Drapierungen, die Volumen und Bewegung erzeugen. Liane Köhnlein versteht Falten als lebendige, barock-dramatische Welten, gefaltet aus Licht, Schatten und Bewegung.
Die aufwendigen Arbeiten wahren ihre Eigenständigkeit durch Fragmentierung, expressive Farbverläufe, die über historische Imitation hinaus zu einer postmodernen Multiplikation von Welten führen. Im Gegensatz zu barocken Roben-Studien sind hier Falten entkörpert und raumlos, was Deleuzes „Multiplikation der Prinzipien“ visuell umsetzt – ein barocker Impuls für die Gegenwart. Zerwühlte Laken sind Zwischenzustände, die von Wandlung zeugen – von Unordnung zur Ordnung oder umgekehrt.
Öffnungszeiten:
Montag & Mittwoch: 8.00 – 17.00 Uhr
Dienstag & Donnerstag: 8.00 – 17.30 Uhr
Freitag: 8.00 – 13.00 Uhr
Samstag: 9.00 – 13.00 Uhr
Eintritt Frei
Vernissage:
Die öffentliche Vernissage findet am Mittwoch, den 4. März 2026 um 19.30 Uhr statt. Die Künstlerin ist anwesend.